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VitraHaus Weil am Rhein

Besuch bei lieben Freunden in Basel/Schweiz. Basel hat eine wahnsinnig hohe Museumsdichte und viele spannende Museen. Diesmal waren wir zusammen in der Fondation Beyeler im Vorort Riehen, wo es eine schöne Ausstellung zu Gustav Klimt und Egon Schiele zu sehen gab.

Besonders toll fanden wir ausserdem das  VitraHaus in Weil am Rhein.

Uns gefiel die ungewöhnliche Architektur von Herzog/de Meuron (siehe Bild links),  und das Schlendern durch die “Ausstellungsräume”. Man hat nicht den Eindruck, in einem Möbelhaus zu sein, es ist viel eher das Gefühl, sich mitten durch viele schicke Wohn- und Esszimmer zu bewegen und sich dabei überall hinsetzen zu können.

Teilweise bieten sich dabei ungewöhnliche Perspektiven (siehe Foto Innentreppe) oder tolle Ausblicke auf die schöne Landschaft. 

Und wenn ich mal gross und reich bin, kauf ich mir ein paar solche Vitra-Stühle.

Ach ja, im VitraDesign Museum nebenan waren wir auch noch kurz, aber das war wirklich Nebensache nach dem tollen VitraHaus!

 

Super virée en Forêt Noire et au lac de Constance avec un cher ami et sa tante.  Donaueschingen est le point de départ de leur histoire de famille franco-allemande. Petit tour en ville avec des endroits importants pour eux,  je craignais de les déranger dans leur travail de mémoire, d’être de trop, mais ce fut une agréable ballade et je me sentais parfaitement à ma place.

L’eau claire et pure de la source de la danube m’a fasciné. Un bel endroit!

 

Ein super Tagesausflug in den Schwarzwald und an den Bodensee.  Spatziergang  durch das Städtchen Donaueschingen unter dem Aspekt einer ganz persönlichen deutsch-französischen Geschichte, nämlich der meiner beiden französischen Begleiter.  Erinnerungsarbeit, bei der ich fürchtete, zu stören oder mich fehl am Platze zu fühlen – aber ich fühlte mich sehr wohl.

Die Donauquelle hat herrlich klares Wasser, das durch die Wasserpflanzen geheimnisvoll türkisgrün schimmert – ein wunderbarer Ort! (siehe Bild oben)

Danach noch ein kleines Touristenprogramm am Bodensee: Konstanz mit Fährüberquerung ins schöne aber recht touristische Meersburg (siehe Bild unten).  Wie ein Tag Kurzurlaub!

Ensuite ballade et déjeuner à Constance, d’où nous avons pris un bateau pour aller à Meersbourg, petite ville pitoresque et très touristique (photo ci-dessus).

La Selva

Fünf Tage Dschungel zu fünft, fünf Tage Abenteuer, wunderbare Natur, exotische Tiere und Pflanzen, Hitze und … jede Menge Wasser. Wasser in Form von Regen (glücklicherweise nur nachts), hoher Luftfeuchtigkeit, Seen, und vor allem Bächen,  Flüssen und Wasserfällen.

Nie war ich einem Wasserfall näher als bei unserer Wasserfall-Klettertour. Unser Führer Segundo hatte uns innerhalb von 5 Minuten eingewiesen und ich hatte wohl den Halbsatz “Seil zwischen den Beinen” vergessen und so geriet ich komplett in den Wasserfall, der mich quasi gegen den Felsen abpolsterte. So passierte mir nichts, ausser dass ich mir dabei den Arm am Seil aufschürfte.

Das war ganz am Anfang der Tour, der Rest war super. Wir kletterten stundenlang in und um mehrere Wasserfälle herum – mit und ohne Seilsicherung –  das ganze in einer tollen Urwaldkulisse… was vergleichbares hab ich noch nie gemacht.

Ein paar Tage später machten wir auf eigene Faust eine kleine Wanderung zu einem wunderschönen vierfach-Wasserfall, bei dem wir badeten. Welch tolle Erfrischung nach dem Aufstieg in der Hitze (ca 30°) über Wurzeln, Steine und aufgeweichte Erde! Leider keine Fotos vom Wasserfall selbst, denn wir mussten erst über ein paar Mini-Wasserfällchen dorthin klettern. Auf dem Weg dorthin (Foto links) ist meine Namensvetterin aus der Schweiz, die wir in unserem super Hotel kennenlernten, einer Lodge, die von einem dänisch-peruanischen Paar liebevoll betrieben wird. Wir fühlten uns dort sehr wohl und verbrachten da auch die Silvesternacht. (Alles Gute fürs neue Jahr an dieser Stelle!)

Die Stadt Tingo Maria war uninteressant und schmucklos, der gleichnamige Nationalpark war allerdings toll. Ausser den Wasserfall-Touren machten wir dort einen Ausflug an einen (Bade-)See (an dem wir fast allein waren) und in eine Höhle, die von allerlei Vögeln und Fledermäusen bewohnt wird. Wir sahen in freier Natur Kolibris, Termitennester, Riesen-Ameisen und -Fliegen (ca. 3cm groß), farbenfrohe Schmetterlinge und Vögel, Raupen und Libellen, und immer wieder Ameisenstraßen mit Blattschneider-Ameisen.

Fotos: farbenfrohe Heuschrecke; Schmetterling, Riesen-Ameise auf dem Arm eines Nationalpark-Wächters, fleissige Blattschneider-Ameise, Kakao-Schote.

Five days of adventure and great nature in the Tingo Maria National park (a few hundred kilometers north east of Lima). We did a guided waterfall climbing tour (first three photos), a non-guided tour to another waterfall where we bathed (fourth photo), and saw a lot of beautiful, strange or big insects, birds and plants.

Where we stayed in Tingo Maria (“the cheapest of all peruvian National Parks” according to a Lima friend who travelled a few of them): Lodge Villa Jennifer (can highly recommend!). Waterfall tour with Segundo of Calor en la Selva.

Wer an Peru denkt, denkt oft an die Inkas und an die berühmte Inka-Stadt Machupicchu. Wochenlang war beides für mich weit weg, ich bewunderte Prä-Inka-Kulturen in Nordperu (siehe meine Postings hier und hier dazu) oder in einem Museum in Lima … und ich tue es immer noch. Die Prä-Inka-Kulturen faszinieren mich eindeutig mehr als die Inkas.

Ich gebe zu, die Inkas bauten beeindruckende Steinmauern, die völlig ohne Mörtel oder ähnliches auskommen. Glatte, teils riesige, tonnenschwere Steine passen perfekt aufeinander. In der Stadt Cusco gibt es fast an jeder Ecke diese alten Inkamauern. (Foto: Inkamauer in Cusco mit dem berühmten 12-seitigen Stein).

Grössenvergleich: unserer Führer vor einer Inkamauer, die Steine sind teilweise über 4m hoch. Keiner weiss, wie die tonnenschwerden Quader vom gegenüberliegenden Berg herübergeschleppt wurden. Die schmalen Steine dazwischen sind vermutlich zur Erdbebensicherheit. (Inkastadt in Ollantaytambo, ein Preis für den, der diesen Namen richtig und schnell aussprechen kann!)

Die unzähligen steinernen Terassen im “heiligen Inkatal”, auf denen Landwirtschaft betrieben wurde, sind auch beeindruckend. (Foto: Ruinen von Pisaq).

Und natürlich Machupicchu. Da es am Abend zuvor heftig geregnet hatte, liess ich meinen Plan sausen, vom Tal auf den Berg hochzukraxeln und nahm den teuren Bus. Durch den Dschungel ging es in Serpentinen den Berg hoch. Zu dritt liefen wir zum Aussichtspunkt und freuten uns über das tolle Wetter und die herrliche Aussicht, dann erkundigte jeder von uns alleine die Anlage.

Auf den Terrassen der Inkastadt grasen einige Lamas. Das hier war so freundlich, so perfekt im Bild zu stehen und mich nicht mal anzuspucken.

Nach einer Stunde zog der Himmel zu und später fing es an zu regnen. Wir waren zur richtigen Zeit da oben gewesen: bevor der Regen kam, und am Heiligabend waren wir nahezu alleine da oben.

Kleine Nebenbemerkung zum Thema alleine reisen oder in Gruppen reisen: nachdem ich anfangs immer schön bei meinem Grüppchen geblieben bin, mache ich mehr und mehr alleine, für ein paar Stunden oder einen ganzen Tag. Einen Museumsbesuch oder Ausflug, alleine Bus fahren (da muss man sich erstmal durchfragen wo der abfährt), ein Schwatz mit den Einheimischen…

Im Macchupicchu war ich noch Single, so dass mich einer der Parkwächter am liebsten gleich zu seiner novia (Verlobten) machen wollte. Am nächsten Tag, als ich alleine mit dem Gemeinschaftstaxi nach Cusco zurückfuhr, erwähnte ich beiläufig meinen novio, der im Hotel auf mich warte; und auf die Nachfragen des Taxifahrers schmückte ich die Story noch ein wenig aus – und hatte meine Ruhe.

Ich mag beides, das alleine Reisen und das Gruppenreisen. Ich bin froh, dass die Peruanerin(nen) in meinem Reisegrüppchen immer so tolle Preise aushandeln können, egal ob für Taxi, Hotel oder Alpaka-Pullis (ich müsste da wohl sehr oft eine Art inoffiziellen Ausländer-Aufschlag bezahlen). Dass wir uns untereinander austauschen und weiterhelfen können und so weiter. Aber manchmal hab ich auch gerne meine Ruhe vor ihnen und ziehe alleine los.

Even after visiting the inca city of Machupicchu, I´m still more fascinated by pre Inca cultures. I have to admit that the incas built impressive walls, sometimes with really big and heavy stones, so perfectly put into shape that no glue is necessary to hold together the stones. In the city of Cusco, there are still a lot of these inca walls (first photo, a wall with the famous 12 sided stone). Second photo: our guide in front of a inca wall (in Ollantaytambo), to give you an idea how tall they are (more than 4 meters). No one knows how they have been transported from the mountain down to the valley and from there up to the town located on another mountain.

Oh and sure, Machupicchu is impressive, too. We were lucky to have nice weather conditions for an hour or so, then the clouds came and later rain. On the 24th of december, there were really very few tourists up there. Nearly more Lamas then tourists ;-) One of the lamas posed for me, perfectly in front of the panorama of the inca ruins.

Just a little anecdote about travelling alone: in Macchupicchu, during a rain break I chatted with one of the guardians. When he heard that I´m single, he wanted me to become his novia (fiancée). The next day, when I took a sort of shared taxi back to Cusco, I briefly mentioned my novio who was waiting for me at the hotel, and when the taxi driver asked, I told him more details of this false story…

Lago Titicaca

Rückblick auf den Aufenthalt am/im Titicacasee: wir hatten eine 2-Tages-Tour gebucht zu den Inseln, die mich sehr beeindruckte. Eine ganz andere Welt, in die uns unser Führer einweihte, er selbst kommt von einer dieser Inseln, und spricht die Sprache der Inselbewohner (die “Inka-Sprache” Quechua).

Zuerst waren wir auf den schwimmenden Inseln der Uros (bzw. deren Nachfahren). Ca. 5000 Menschen leben auf diesen Schilfinseln, es gibt Schulen, eine Kirche, und dank Solarpanels auch Strom für Fernsehen.

Die Menschen leben vom Tourismus, vom Verkauf ihrer handgearbeiteten Souvenirs und vom Fischfang.

Auf der (nicht schwimmenden) Insel Amantaní waren wir bei einer Gastfamilie untergebracht. Wilma, unsere Gastmutter,  zauberte auf einem einfachen, mit Holz befeuerten Herd leckere Suppen und zum Frühstück Pfannkuchen. Im Toilettenhäusschen spülte man per Eimer, das Wasser für Dusche und Waschbecken kam aus einer Tonne auf dem Dach. Abends war es merkwürdig dunkel auf der Insel, selbst auf der Plaza (dem Hauptplatz). Nur ein paar Dorfbewohner leuchteten mit Taschenlampen auf ihre Grills, auf denen sie Spezialitäten brieten und an Passanten verkauften.   Wilma erklärte uns, dass ein früherer Präsident einen Stromgenerator für die Insel angeschafft hatte und der Staat den Inselbewohnern subventionierten Strom verkaufte. Der darauffolgende Präsident führte die Subventionspolitik aber nicht fort und die Insulaner hätten ein teueres Monatsabo zahlen müssen um pro Tag drei Stunden Strom zu haben. Der Generator wird also nicht mehr benutzt, manche Familien haben Mini-Solaranlagen oder einen kleinen Dieselgenerator, ansonsten wird mit Taschenlampen und Kerzen geleuchtet.

Ich liess das Inselleben auf mich wirken und machte kaum Fotos. Auf einer Wanderung zum Gipfel der Insel entstand obiges Foto mit zwei Frauen aus der Reisegruppe, mit denen ich mich angefreundet hatte. Und ganz hastig beim Abschied am Hafen das Foto mit Wilma in ihrer traditionellen Tracht, mit handbestickter Bluse und Kopfbedeckung.

Unsere Gruppe fuhr noch zu einer weiteren Titicaca-Insel, der Isla Taquile, die reich an Sitten und Bräuchen ist, die heute noch sehr lebendig und sichtbar sind. So tauschen beispielsweise verheiratete Männer zur Begrüssung Kokablätter aus, die sie in einem Beutel bei sich tragen. Die Frauen spinnen Wolle zu Fäden, und die Männer stricken daraus Gürtel und Mützen für ihre Tracht, wobei die Farben dieser Kleidungsstücke darüber Auskunft geben, ob der Träger verheiratet, ledig oder im “Inselrat” ist. “Eigentlich überflüssig”, meinte unser Führer, “auf der Insel kennt sowieso jeder jeden.”

  Foto links: strickende Männer in traditionneller Tracht, im Hintergrund eine spinnende Frau. Foto rechts: auf unserem Boot fuhr ein strickender Mann mit zum Festland. Moderne (sein Shirt!) und Tradtion mischen sich…

Die Strickmützen der Männer sind so fein und fest gestrickt, dass man meinen könnte, es sei gewebt. Um eine (Zipfel-)Mütze zu fertigen braucht es dementsprechend auch einen ganzen Monat Arbeit. Die Strickarbeit der Männer von Taquile wurde ins Unesco-Weltkulturerbe aufgenommen.

Zurück auf dem Festland, in der Stadt Puno, schlenderte ich alleine über einen Markt, auf dem allerlei Souvenirs und Alpaka-Stricksachen verkauft werden. Ich traue mich immer mehr spanisch zu sprechen, auch wenn es lücken- und fehlerhaft ist. Und so kam ich unter anderem mit einer Mamita ins Gespräch, der ich einen handgestrickten Pulli abkaufte.

Und Miguel, der gerade eine seiner wunderschönen Mützen strickte, als ich an seinen Stand kam. Auf meine Nachfrage hin zeigte er mir, dass er selbst die Alpakawolle zu Fäden verspann (mittleres Bild) und erklärte mir, dass er selbst mit natürlichen Färbemitteln die Wolle färbte (Bild rechts) und ansonsten die natürlichen Alpaka-Farben nutzt.

Flashback to my stay at Titicaca Lake: we had booked a 2 days trip to some of the islands. First the swimming Uro Islands made of reed (first picture) where some 5,000 people live. Solar panels provide electricity for e.g. TV.

Then we stayed a night in host families on the island Amantaní. There is neither water nor electricity on the island, people do with torch lamps or solar panels, the toilet flush is a bucket and the water for the shower comes from a ton on the roof top. I didn´t take a lot of photos on this island. The photo on the left is with the two other girls of my group and the other one was hastily shot in the port before I left the island, it´s my “hostmother” Wilma in her traditional dress she embroided herself.

On island Taqile, it´s only men who knit, women yarn the wool to threads (foto with two knitting men in tradtional dress and a yarning woman; foto on the right: a knitting man on our boat, he wears the tradtional hat but a modern shirt in nylon).

Back on the mainland, in the city of Puno, I bought some Alpaka stuff on a market. I chatted with an elderly women (photo on the left) and with Miguel, who showed me that he yarns himself the Alpaka wool (photo in the middle) and colors it with natural colors (photo on the right). He knitted beautiful hats, gloves and shawls.

Weihnachten am Machupicchu

Etwas verspätet ganz liebe Weihnachtsgrüsse an euch alle!

Und eine Entwarnung: anscheinend gab es in Südperu ein schweres Busunglück, davon hab ich nichts mitbekommen.

Die letzten zwei Nächte habe ich mit meinem ständig zahlenmässig wechselndes Reisegrüppchen (derzeit sind wir zu dritt) am berühmten Macchupicchu verbracht. Es ist gerade Regenzeit hier in den Bergen, und wir hatten wohl ziemliches Glück, dass der Regen eine Pause machte, als wir oben in der Inkastadt waren. Es waren nur wenige Touristen da oben und wir konnten tolle Fotos machen, die ich in den nächsten Tagen hier posten werde. Anschliessend war ich noch alleine im Thermalbad, 40 Grad heisses Wasser und rundum Urwald. Hm, das tat gut!

Heiligabend war dann wohl der komischste seit Jahren. Wir kauften uns hier in dem kleinen Touristennest (heisst Aquas Calientes) ein Kartenspiel, setzten uns in ein Restaurant wo wir heisse Schokolade tranken und zockten. Heute abend in Cusco wollen wir aber feiern bevor wir zurück nach Lima fliegen.

Merry Christmas to all my readers!

My family wrote me that there was a bus accident in southern Peru, I didn´t hear anything about that and I´m fine!

I spent the last two nights near Macchu Picchu. It´s the rainy season and we had really good luck that the rain stopped for a few hours while we were in the Inka town of Macchupicchu. There were really few tourists up there and we made beautiful fotos that I will post here in the next days.

Christmas eve in this small tourist town (called Aquas Calientes) was strange. We bought some playing cards and went into a restaurant where we drank some hot chocolate and played cards. Tonight in Cusco we will have a party or go to a nice restaurant, I think.

Joyeux noël!

J´etais au fameux Macchupicchu hier. On avait de la chance, il pleut presque sans arrêt ici dans la montagne, mais quand on a visité la ville des Incas, le soleil était au rendez-vous. On a fait des belles photos que je posterai bientôt ici.

Dans ce village touristique, on n´a pas pu fêter noël, on le fera sans doute ce soir à Cusco.

 

Arequipa – Colca Canon

Arequipa wird auch die “weisse Stadt” genannt, und ich verstand schnell warum. Einige Peruaner meinen auch, es sei die schoenste und sauberste Stadt Perus, und ich verstand auch warum.  

Fotos: Kathedrale, ehemaliger Bischofspalast (heute eine Bank), Jesuitenkirche

Trotzdem blieben wir nicht allzu lange, denn der Colca Canyon wartete auf uns, einer der tiefsten der Welt (noch tiefer als der beruehmte Colorado Canyon in den USA). Die Fahrt von der Stadt in den Canyon gefiel mir gut, wechselnde interessante Landschaften, und wir konnten immer wieder direkt am Strassenrand Lamas, Alpakas und Vikunas sehen (sind alles Kleinkamele).

Gegen mögliche Höhenkrankheit (ein Pass mit fast 5000m Hoehe!) tranken wir Koka-Tee. Obwohl aus den Blaettern auch Kokain gewonnen werden kann, ist das hier voellig legal, Koka-Blaetter, -Tee und -Bonbons kann man an fast jeder Ecke kaufen. Man kann sie auch kauen (Tee schmeckt mir aber eindeutig besser!), sie haben keine berauschende Wirkung.

In einer kleinen Stadt (Chivay) im Colca-Tal ging ich alleine auf den Markt, besorgte mir an einem fahrbahren Essensstand (vegetarische) Spaghetti und probierte etwas Tee-artiges ohne vorher zu wissen was es war (verschiedene Kräuterextrakte mit Tee, erfragte ich später). Die Nacht dort war sehr kalt und fast schlaflos, denn so ruhig und gemütlich wie das Städtchen wirkte, war es nicht: von 23 Uhr bis Punkt 5 Uhr morgens gab es ohrenbetäubend laute Musik, da halfen auch keine Oropax. Am nächsten Morgen erfuhren wir, dass es eine Taufe war. Und dass bei Hochzeiten drei Tage lang derart gefeiert wird.

Der Colca Cañon selber war toll, spektakuläre Ausblicke auf schneebedeckte Vulkane, hohe Berge, terrassierte Hänge, und ganz weit unten im Tal das Flüsschen, das den Cañon so tief eingeschnitten hatte.

Wir hatten für den zwei-Tages-Trip zu fünft einen Fahrer und einen netten jungen Führer, der zeitweise noch eine Studienkollegin mitgebracht hatte. Wie fast alle Frauen in der Region trug auch sie den traditionellen bestickten Hut, den sie mir für dieses Foto lieh. Gemäss eines uralten Rituals opferten wir jeder drei sorgfältig ausgewählte Kokablätter der “Patcha Mama” (Mutter Erde) am sogenannten Cruz del Condor (von dem aus wir leider die Kondore nur gaanz in der Ferne sahen).

(rechtes Foto: Silvias schön bestickter Hut mit Kokablättern drin)

Die Leute hier in den Bergen leben offensichtlich recht einfach. Immer wieder sahen wir Frauen, Kinder und -seltener- Männer, die Esel oder Schafe auf der Strasse vor sich hertrieben, in den traditionellen bunten Tüchern irgendwas auf dem Rücken transportierten oder in den Feldern arbeiteten. Auch in den kleinen Städten tragen die Frauen die traditionellen Hüte, manchmal eben -wie Silvia- kombiniert mit Jeans. Manche putzen sich auch für die Touristen heraus, wie für dieses Foto:

Pisco – Nasca

Nachdem ich einige Tage im Norden, dann eine Woche in Lima war, stand der Sueden auf dem Programm, der Beginn der klassischen Peru-Rundreise, die mit Machu Picchu enden wird.

In der Hafenstadt Pisco konnte man deutlich noch die Spuren des Erdbebens sehen, das vor mehr als zwei Jahren stattfand: viele Strassen selbst im Zentrum nur Schotterpisten, überall Schutthaufen…

Es war aber auch nur unser Ausgangspunkt zu einer Tour in ein Naturschutzgebiet (eine Wuestenhalbinsel) und eine Bootstour zu den Ballestas-Inseln, die von tausenden Möwen, Pinguinen, Seehunden, Seelöwen und vielen anderen Meerestieren bewohnt sind.

Auf dem Boot lernten wir ein nettes mexikanisches Paar kennen, das uns mit ihrem Mietwagen einige hundert Kilometer weiter in den Sueden mitnahm. Auf der beruehmten Panamerikana (die von Alaska bis Feuerland fuehrt) war unser Soundtrack folgendes Lied, das auf Dauer-Repeat lief:  Dos Colores: Blanco y Negro  (allerdings in einer spannenderen Version, das ist das Original von Jorge Drexler)

Wir machten einen Zwischenstopp in einer paradiesischen Oase von wo aus wir einen super Ausflug in die Sandduenen machten. Adrenalin pur, wenn der Geländewagen die Duenen rauf- und wieder runtersauste und auch beim Sandboarding.

Aus Zeitmangel konnten wir keinen Rundflug ueber die beruehmten Geoglyphen von Nasca machen, wir sahen nur zwei von einem Beobachtungsturm aus. Und dann ueberall in der Stadt Nasca: auf Buergersteigen, Bushaltestellen, in Souvenirlaeden…

After spending some days in the north of Peru, then one week in Lima, it was now time to go in the south to start the round trip that will end with the famous Macchu Pichu.

In the town of Pisco, the signs of the 2005 earthquake were still visible (first picture). Second picture: Ballestas Islands near Pisco with thousands of birds and seals. On the boat to the islands, we met a nice mexican couple who gave us a lift to Nasca. We made a stop in a paradisiac oasis and made a trip to the sand dunas.

Desolée pour mes ami-e-s francais-e-s, je parle plus espanol et anglais ici. Heureusement que j´ai rencontré quelques belges et francais hier… Bon, vous pouvez toujours admirer les photos, hein.

slow internet connection

Während ihr vermutlich in Weihnachtsvorbereitungen steckt, stecke ich in einem Andennest mit langsamer Internetverbindung.  Deshalb heute keine Fotos. Leider, denn ich hab viele tolle Fotos in den letzten Tagen gemacht. Heute zum Beispiel jede Menge Lamas und Alpakas hier in den Bergen. … Arghh. und jetzt macht das Internetcafe auch noch zu. Liebe Gruesse an euch alle!

Sorry, no fotos today, i´m stuck in the mountains with slow internet connection and the cybercafe is closing… Saludos a todos

Lima

Die letzte Woche verging irgendwie so schnell. Ich tauchte gleich zwei Mal ins Limaer Nachtleben ein, machte eine Tour im Stadtzentrum und auf einen Hügel über der Stadt, war im Archeologischen Museum, in einem super modernen Shoppingtempel, im Zoo, auf einem hundertjährigen (!) Geburtstag, schlenderte im schicken Stadtteil Miraflores und so weiter.

Lima bietet einige Kontraste, auf der einen Seite die teils recht schicken Stadtteile mit vergitterten oder hinter Mauern und (Elektro-)zäunen versteckten Häuser, auf der anderen einfache Behausungen, oft noch halb im Rohbau, ganze Stadtviertel grau in grau. Gestern hatte ich die Gelegenheit, in einem dieser armen Stadtviertel bei einer Weihnachtsveranstaltung teilzunehmen. Eherenamtliche verteilten in einer Schule an ca. 100 Kinder im Alter zwischen 5 und 12 Geschenke, nachdem es ein gemeinsames Frühstück und Spielprogramm gegeben hatte.

Ich bedauerte mal wieder sehr, nur so wenig spanisch zu können, denn die Kinder sprachen mich zwar an, aber so eine richtige Unterhaltung war schwierig. Ich erlebte es aber zum wiederholten Mal dass Kinder hier ganz fasziniert sind dass ich aus einem anderen Land komme und wissen wollen wie man dies oder jenes Wort “en tu país” (“in deinem Land”) sagt.

Lima Zentrum mit der Kathedrale im Hintergrund

Eine Kirche im Zentrum von Lima. Sehr verbreitet hier auch der VW Käfer und die Verkehrspolizistin, das scheint ein echter In-Beruf unter Frauen hier zu sein. 

A church in the center of Lima. Also notice the light blue Beetle car, very common in Peru, and the Police girl. A lot of Police are women here.

Und noch ein Gebäude im Zentrum von Lima.

Another building in the center of Lima.

 

 

 

Und noch ein paar Gebäude im Zentrum, mit den typischen Balkonen im Kolonialstil.

Ein Teil von Lima von Oben. Nicht sehr interessant, denn die Stadt liegt quasi ständig unter einer Dunstwolke. Ich bekam nur eine kleine Ahnung davon wie riesig die Stadt ist (ca. 9 Mio. Einwohner!)

A part of Lima. The 9 billion metropole is nearly constantly covered by smog.

Erholung vom Stadt Moloch im Zoo. Alpakas – bald werde ich sie in echt sehen!

 

 

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